Interview mit Constanze Burda von Mister Spex

Herausforderung

“Wir wollten einen Benefit kreieren, der nur fĂŒr die Mitarbeitenden ist, denn durch Corona und den Angriff Russlands auf die Ukraine waren sie besonderem Druck und Sorgen ausgesetzt.”

Lösung

“OpenUp war ein Ventil fĂŒr Mitarbeitende, um sich zu öffnen. Diese Gruppendynamik mit anzusehen und zu erleben, wie Mitarbeitende offen ĂŒber ihre Herausforderungen sprechen, war sehr schön.”

Wir bei OpenUp sind fest davon ĂŒberzeugt, dass sich PrĂ€vention lohnt. Wer bereits frĂŒh etwas fĂŒr seine mentale Gesundheit tut, wird widerstandsfĂ€higer und erholt sich schneller von RĂŒckschlĂ€gen. Dabei spielt die Arbeit eine wichtige Rolle, denn wir alle nehmen unsere privaten Herausforderungen mit an den Arbeitsplatz und umgekehrt. Umso wichtiger ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden wohlfĂŒhlen und sich trauen, offen ĂŒber ihre Anliegen zu sprechen.

 

Unternehmen wie Mister Spex verfolgen dieselbe Mission, nĂ€mlich psychische Gesundheit fĂŒr alle Mitarbeitenden zugĂ€nglich zu machen. Constanze Burda, Lead Corporate Responsibility bei Mister Spex, erzĂ€hlte uns von ihren Erfahrungen mit OpenUp, den Herausforderungen des Unternehmens und gab uns Einblicke in die gemeinsame Partnerschaft.

Warum hast du dich fĂŒr eine Partnerschaft mit OpenUp entschieden?

 

Uns war es wichtig, mit Tabus aufzurĂ€umen. Bei einem gebrochenen Arm gehen alle sofort zum Arzt, aber wenn es einem seelisch nicht gut geht, dann tragen das viele mit sich herum. Zudem haben viele das GefĂŒhl, dass es nicht so wichtig wĂ€re, denn sie mĂŒssen ja ihre Arbeit tun. Wir wollten ein Bewusstsein dafĂŒr kreieren, dass mentale Gesundheit wichtig ist und Menschen motivieren, Dinge zu klĂ€ren, anstatt wegzuschieben. 

 

Ein großer Treiber war fĂŒr uns ebenfalls, ein Benefit zu kreieren, das wirklich nur fĂŒr die Mitarbeitenden ist. Wir haben außerdem eine sehr diverse Belegschaft mit vielen internationalen Mitarbeitenden. Das Sprachangebot von Englisch, Deutsch bis hin zu Polnisch war uns daher total wichtig.

 

Damals hatten wir noch mit anderen Anbietern Kontakt. Was mich dann aber schlussendlich ĂŒberzeugt hat, war die Geschichte von Gijs Coppens, dem GrĂŒnder von OpenUp. Diese Leidenschaft fĂŒr das Thema da zu sein, fand ich total cool.

„Wir wollten ein Bewusstsein dafĂŒr schaffen, dass uns klar ist, dass es Menschen gibt, die Dinge mit sich herumtragen. Menschen, die sich nicht trauen, gewisse Dinge zu klĂ€ren, weil sie ihre Arbeit priorisieren.”

Was waren die Herausforderungen bei der EinfĂŒhrung von OpenUp?

 

Unsere Belegschaft ist sehr divers und reicht von BĂŒroangestellten bis hin zur Logistik. Da die BedĂŒrfnisse und TĂ€tigkeiten so unterschiedlich sind, konnten wir keine One-size-fits-all-Lösung machen. Wir wollten OpenUp also zuerst sukzessive ausrollen und bei Abteilungen wie Marketing oder HR bekannt machen, die fĂŒr das Thema eine AffinitĂ€t haben. Danach wollten wir OpenUp in Abteilungen anbieten, die durch Covid besonderem Stress ausgesetzt waren, zum Beispiel durch Kund*innen, die keine Maske tragen wollen oder Store-Schließungen aufgrund des Lockdowns.

 

Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine haben wir OpenUp aber schlussendlich gleich fĂŒr alle angeboten. In dieser Ausnahmesituation wollten wir allen Kolleg*innen die Möglichkeit geben, sich Hilfe zu holen – und zwar zur gleichen Zeit. So unterschiedlich die Mitarbeitenden auch sind, bei einem Krieg werden UrĂ€ngste angesprochen und es macht nichts mehr aus, woher du kommst und was deine TĂ€tigkeiten sind. Also haben wir beschlossen, dass wir OpenUp schnell komplett ausrollen mĂŒssen.

 

Wie habt ihr OpenUp dann schlussendlich im Unternehmen ausgerollt, vor allem in unterschiedlichen Bereichen wie Logistik und den Stores?

 

Wir haben natĂŒrlich in unseren Teams-KanĂ€len ĂŒber OpenUp berichtet und sind dann auch in die Abteilungsmeetings gegangen, um dort darĂŒber zu sprechen. FĂŒr unsere Logistikabteilung haben wir Materialien und AushĂ€nge erstellt – denn die arbeiten nicht vor dem PC, da wĂŒrde eine AnkĂŒndigung per Mail wenig bewirken. Zudem haben wir Videomaterial erstellt, das fĂŒr alle Mitarbeitenden nach wie vor digital zur VerfĂŒgung steht. 

 

Ich habe aber festgestellt, dass es den einen Roll-out-Moment nicht gibt. Du musst immer wieder darĂŒber sprechen. Es kommen laufend neue Leute und dann kann es in Vergessenheit geraten. Erst, wenn du immer wieder darĂŒber sprichst, wissen es die Leute.

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„Ich habe OpenUp auch selbst ausprobiert. Zum einen, weil ich natĂŒrlich wissen wollte, was ich anbiete. Zum anderen aber, weil ich nach meiner Elternzeit Schwierigkeiten hatte, mich in meiner neuen Rolle als Frau, Mutter und arbeitender Mensch einzufinden.”

Welche VerĂ€nderungen hast du seit der EinfĂŒhrung von OpenUp im Unternehmen wahrgenommen?

 

OpenUp war das totale Ventil! Bei der EinfĂŒhrung von OpenUp in einem Abteilungsmeeting hat sich ein Teammitglied nach dem anderen geöffnet und ĂŒber die eigenen Herausforderungen gesprochen. Das hatte ich nicht erwartet. Diese Gruppendynamik war aber total schön und es war außerdem wichtig, zu sehen, wie viele damit zu tun haben. Trotzdem gibt es oft noch eine große HĂŒrde, tatsĂ€chlich ein GesprĂ€ch mit Psycholog*innen zu buchen.

 

Erst, wenn du mit den Leuten sprichst, merkst, dass sie sich öffnen und dann OpenUp empfiehlst, dann probieren sie es aus. Und wenn sie’s dann ausprobiert haben, kommen sie immer total begeistert zurĂŒck und bleiben dann dabei.

 

Was bedeutet mentale Gesundheit fĂŒr dich persönlich?

 

Mentale Gesundheit ist emotionale Arbeit. Es ist nichts, das irgendwann aufhört. Man kann nicht sagen: Jetzt habe ich mich mal um mich gekĂŒmmert, jetzt geht’s mir wieder gut. Mentale Gesundheit ist eine Lebensaufgabe. Vielleicht verĂ€ndert sie sich ĂŒber die Zeit oder wird in manchen Bereichen einfacher. Aber diese Aufgabe geht nie weg.

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