Mit Selbstreflexion führen – Erkenntnisse von Rogier Schoute, CPO bei Mollie
In der neuesten Folge von OpenUp at the workplace teilt Rogier Schoute, Chief Product Officer bei Mollie, seine Erkenntnisse über die transformative Rolle der Selbstreflexion in der Führung.
Gemeinsam mit OpenUp-Gründer Gijs Coppens tauchen die beiden ein in die Frage, was es braucht, um authentisch zu führen und dabei die Herausforderungen des beruflichen und privaten Lebens zu meistern. Dieses Gespräch bietet wertvolle Erkenntnisse für Führungskräfte in allen Phasen ihrer Entwicklung.
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Über unseren Gast
Vor seiner Zeit bei Mollie leitete Rogier zwei Jahre lang die Produktentwicklung im Zahlungsbereich bei Booking.com. Davor verbrachte er achteinhalb Jahre bei Klarna, wo er sich hauptsächlich auf die Entwicklung von Zahlungsprodukten konzentrierte. 2015 wurde er dort Director of Core Payments und 2016 VP Product Payments.
Als er 2017 die Position des VP Partnership übernahm und Klarnas globale Partnerschaftsorganisation leitete, hatte er bis zu seinem Weggang im Januar 2019 dazu beigetragen, das Unternehmen auf ein Handelsvolumen von über 29 Mrd. US-Dollar und einen operativen Umsatz von 627 Mio. US-Dollar zu steigern.
Rogier hat einen Master-Abschluss in International Management-CEMS und in Betriebswirtschaft von der Rotterdam School of Management, Erasmus University. Als CPO leitet Rogier die Entwicklung der nächsten Generation von Mollies Zahlungs- und Finanzdienstleistungen.
Die zwei Seiten der Selbstreflexion
Selbstreflexion wird oft als Schlüssel zu effektiver Führung gepriesen, aber wie Rogier betont, ist sie nicht immer angenehm. Die Auseinandersetzung mit Stärken und Entwicklungsfeldern erfordert Zeit, Fokus und Energie. Dieser Prozess ist jedoch entscheidend für den langfristigen Erfolg. Rogier teilt mit: “Kurzfristig kann Selbstreflexion herausfordernd sein, aber langfristig ist sie unverzichtbar für die persönliche Entwicklung und das Wachstum als Führungskraft.”
Durch regelmäßige ehrliche Selbstreflexion können Führungskräfte ihre Werte, emotionalen Auslöser und Wachstumsbereiche besser verstehen und letztendlich stärkere Verbindungen zu ihren Teams aufbauen.
Vom Impostor-Syndrom zur authentischen Führung
Auch erfahrene Führungskräfte wie Rogier kennen das Impostor-Syndrom – diese anhaltenden Zweifel, ob sie ihren Erfolg wirklich verdient haben. Für ihn war es wichtig, diese Gefühle zu normalisieren. “Ich erinnere mich daran, dass ich einfach ein Mensch bin wie alle anderen auch”, erklärt er. Diese Einstellung hilft Rogier, geerdet zu bleiben, sich auf seine Ziele zu konzentrieren und mit Bescheidenheit zu führen.
Er teilt auch eine wichtige Erkenntnis: Führungskräfte müssen Transparenz mit dem strategischen Einsatz ihrer Worte und Handlungen in Balance bringen. “Als Führungskraft schauen die Menschen zu dir auf. Wie du kommunizierst, beeinflusst ihre Wahrnehmung des Unternehmens und ihrer Rolle darin”, sagt Rogier.
Erfolgreiche Teams aufbauen
Über die persönliche Führung hinaus betont Rogier, wie wichtig es ist, Teamdynamiken zu fördern, die allen zum Erfolg verhelfen. Er ermutigt Führungskräfte zu:
- Kenne deine Leute: Verstehe, was jedes Teammitglied antreibt und schaffe Bedingungen für ihren Erfolg.
- Balance im Team: Strebe nach einer Mischung aus sich ergänzenden Fähigkeiten und Perspektiven.
- Beziehungen priorisieren: Investiere Zeit in bedeutungsvolle Gespräche über individuelle Entwicklung, Teamausrichtung und gemeinsame Ziele.
Eine sichere und unterstützende Kultur ist entscheidend. Führungskräfte, die Offenheit und Verletzlichkeit vorleben, inspirieren ihre Teams, es ihnen gleichzutun. Rogier erinnert sich, wie ein*e Senior-Kolleg*in bei Mollie in einem Review-Meeting offen über persönliche Herausforderungen sprach und damit tiefen Respekt vom Team erhielt.
Herausforderungen mit Mitgefühl begegnen
Rogier spricht offen darüber, wie berufliche und private Belastungen sein mentales Wohlbefinden auf die Probe gestellt haben. Rückblickend auf seine Entscheidung, Klarna zu verlassen, erinnert er sich daran, wie er sein Glück über die Karrieredynamik stellte: “Mir wurde klar, dass ich in die Niederlande zurückkehren musste, um mein Wohlbefinden zu erhalten. Es war schwierig, aber ich habe es nie bereut.”
Für Führungskräfte ist es wichtig, Emotionen anzuerkennen und zu lernen, sie von der Entscheidungsfindung zu trennen. Rogier rät: “Handle nicht aus Emotionen heraus. Nimm dir Zeit zum Nachdenken und stelle sicher, dass deine Handlungen auf Fakten basieren.”
Wichtige Erkenntnisse für Führungskräfte
Egal ob du dein erstes Team leitest oder eine große Organisation steuerst, Rogiers Erfahrungen bieten praktische Einblicke:
- Nutze Selbstreflexion als Werkzeug für Wachstum, auch wenn es manchmal unangenehm ist.
- Finde die Balance zwischen Transparenz und strategischer Kommunikation, um Vertrauen aufzubauen.
- Schaffe eine Kultur der Sicherheit und Offenheit, um Reflexion und Lernen zu fördern.
- Konzentriere dich auf Beziehungen – sowohl im Team als auch in der gesamten Organisation.
Jetzt reinhören oder anschauen
Diese Folge unseres HR-Podcasts OpenUp at the workplace bietet einen ehrlichen und inspirierenden Blick auf Führung, Selbstreflexion und Teamdynamik. Verpasse nicht Rogiers praktische Ratschläge und nachvollziehbare Geschichten, vollgepackt mit Lektionen für Führungskräfte in jeder Phase.
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