Was lädt mehr zum Lesen ein, als scheinbar endlos lange Sommerabende? Lesen ist übrigens nicht nur ein guter Zeitvertreib, sondern wirkt sich auch positiv auf dein mentales Wohlbefinden aus: Studien zufolge reduziert das Lesen depressive Verstimmungen und lässt sogar die Sterblichkeitsrate sinken. Die Buchtipps 2026 aus den Bereichen Psychologie, Neurowissenschaften und Achtsamkeit – kuratiert von der OpenUp Redaktion – helfen dir dabei, über dein Leben zu reflektieren und (unter)bewusst an deinem Wohlbefinden zu arbeiten.
Zu Beginn wollen wir darauf eingehen, warum Lesen so gut für das allgemeine Wohlbefinden ist und wie du deine Leseroutine in den Alltag einbauen kannst.
Warum Lesen gut für dein mentales Wohlbefinden ist
Für dein Wohlbefinden macht es keinen großen Unterschied, was du liest, sondern dass du liest. Bereits eine Studie aus dem Jahr 2009 der University of Sussex ergab, dass Lesen das Stressniveau um bis zu 68% reduzieren kann.
Especially during the COVID-19 lockdowns, many people turned to books. In a study, 43% of respondents in Great Britain stated that they found reading to be stress-reducing. There’s a good reason for this: just 30 minutes of reading lowers blood pressure, heart rate, and feelings of mental strain just as effectively as yoga and humor.
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Lesen wirkt sich aber nicht nur auf dein Wohlbefinden aus. Langfristig gesehen verbessert es auch deine Konzentrationsfähigkeit, weil du beim Lesen in eine Geschichte eintauchst und alle Ablenkungen außen vor lässt. Da du dich auf unterschiedliche Protagonist*innen einlässt, hilft dir das Lesen auch dabei, andere besser zu verstehen. Und das ist noch längst nicht alles!
Hier findest du alle Vorteile des Lesens auf einen Blick:
- Lesen reduziert Stress und depressive Verstimmungen
- Lesen verbessert das Gedächtnis und die Konzentration
- Lesen ist gesunder Eskapismus und transportiert dich in unterschiedliche Welten
- Lesen (von Belletristik) verbessert dein Empathievermögen und deine Sozialkompetenz
- Lesen reduziert das Gefühl der Einsamkeit
So entwickelst du eine Leseroutine
Wieder mal mehr lesen – das steht bei vielen auf der Liste mit Neujahrsvorsätzen. Meistens starten wir dann motiviert in den Januar und Februar, aber spätestens dann wird’s schwierig. Wie du dein Ziel, mehr zu lesen, trotzdem erreichen kannst? Indem du eine Leseroutine entwickelst und sie in deinen Alltag einbaust. Und so kann’s funktionieren:
Plane bewusst Lesezeit ein
Ob es nun die halbe Stunde vor der Arbeit ist oder die vor dem Schlafengehen: Plane bewusst Zeit zum Lesen ein und halte dich daran. An Werktagen kann dieses von dir gesetzte Zeitfenster natürlich kürzer sein, als am Wochenende, aber schon allein die Regelmäßigkeit wird dir dabei helfen, dran zu bleiben.
Hab immer ein Buch dabei
Fährst du mit Zug, U-Bahn oder Bus zur Arbeit? Oder musst du auf einen Termin länger warten? Dann sorge dafür, dass du immer ein Buch dabei hast. Auch nur zehn Minuten Lesezeit sind ein guter Beginn deiner Leseroutine.
Setze dir ein Ziel oder mach bei einer Challenge mit
Ein Ziel vor Augen kann dich über das Jahr hinweg motivieren, weiterzumachen. Über Websites und Apps wie Goodreads kannst du dich mit deinen Freund*innen vernetzen und dir ein Jahresziel setzen. Willst du dich lieber offline treffen? Dann organisiere mit Bekannten, im Freundeskreis oder auf der Arbeit einen Buchclub. Das kollektive Lesen und der gemeinsame Austausch motiviert nicht nur, sondern macht auch Spaß.
Hol dir Inspiration
Auf Instagram, Youtube und anderen Social-Media-Kanälen gibt es immer mehr Buchblogger*innen, die ihrer Community ihre Lieblingsbücher vorstellen und Bewertungen verfassen. Suche dir ein paar inspirierende Channels raus, denen du gerne folgen würdest und bekomme so automatisch Buchtipps in deinen Feed gespült.
Die 7 Buchtipps von OpenUp für den Sommer
Suchst du noch nach Lesestoff für den Urlaub oder laue Sommerabende? Diese 7 Bücher empfiehlt die OpenUp Redaktion:
1.„Do Nothing: How to Break Away from Overworking, Overdoing, and Underliving” von Celeste Headlee
Der Name ist Programm. Mit dem Buch “Do Nothing” machst du im Urlaub wirklich gar nichts, außer das, was du tun sollst: nämlich gar nichts. Im Buch geht es darum, ein Umdenken anzuregen und uns – anstatt die besten Hacks zu finden, um unseren Körper weiter zu Höchstleistungen zu treiben – auf das zu konzentrieren, was uns menschlich macht. Es geht darum, ein größeres Bewusstsein darüber, wie du die eigene Freizeit verbringst, zu erlangen und das Streben nach falscher Effizienz zu durchbrechen. Perfekter Lesestoff für alle, die ihre Kreativität, soziale Beziehungen und die Freude am Leben wieder aktivieren wollen!
2.„The Choice: Embrace the Possible” von Edith Eger
Bei „The Choice” handelt es sich um die Memoiren der Holocaust-Überlebenden Edith Eger. Im Buch erzählt sie davon, wie sie 1944 als 16-Jährige nach Auschwitz deportiert wurde und nur knapp überlebt hat. In „The Choice” geht es vor allem um Egers lebensbejahende Kraft und ungemeine Widerstandsfähigkeit, die ihr dabei geholfen haben, die Gräuel des Holocausts zu verarbeiten.
3.„Mindwandering” von Moshe Bar
Ertappst du dich oft dabei, wie du tagträumst, dir aus heiterem Himmel Zukunftssorgen machst oder wie du mit Selbstgesprächen beschäftigt bist? Das nennt sich Mindwandering, also Gedankenwandern. Damit verbringen wir übrigens rund 47 % unserer wachen Zeit. Und das alles verfolgt sogar einen bestimmten Zweck. In seinem Buch „Mindwandering” geht der kognitive Neurowissenschaftler Moshe Bar auf die erwiesenen Vorteile und positiven Auswirkungen des Mindwanderings ein.
4.„Breath: The New Science of a Lost Art” von James Nestor
Du kannst noch so gesund sein, wenn du nicht richtig atmest, zählt das alles nichts – so die These des Buches. In „Breath” reist der Journalist James Nestor um die Welt, um herauszufinden, warum wir als Menschen die Fähigkeit verloren haben, richtig zu atmen und welche Praktiken dabei helfen können, das wieder in Ordnung zu bringen. Von sowjetischen Einrichtungen über Chorschulen in New Jersey bis hin zu den Straßen von Sao Paulo: Mit Nestors Buch unternimmst du eine Reise um den Globus und lernst mehr darüber, wie du durch kleine Veränderungen in der Atmung deine Gesundheit verbessern kannst.
5.„Please Yourself: How to Stop People-Pleasing and Transform the Way You Live” von Emma Reed Turrell
Die Psychotherapeutin Emma Reed Turrell schöpft in diesem Buch aus ihrer jahrelangen Erfahrung mit Klient*innen, die damit ringen, es allen recht machen zu wollen. In „Please Yourself” stellt Emma Reed Turrell eine Alternative zum People Pleasing vor und gibt dir Tipps und Techniken an die Hand, um besser damit umgehen zu können, nicht gemocht zu werden und ein authentisches Leben zu leben.
6.„How Emotions Are Made: The Secret Life of the Brain” von Lisa Feldman Barrett
Die Wissenschaft der Emotionen befindet sich inmitten einer Revolution. Psychologin und Neurowissenschaftlerin Lisa Feldman Barrett widerlegt die weit verbreitete Annahme, dass sich Emotionen in verschiedenen Teilen des Gehirns befinden und zeigt, dass Emotionen durch Kernsysteme, die mit dem gesamten Gehirn interagieren, entstehen. Das könnte bedeuten, dass du eine viel größere Rolle in deinem Gefühlsleben spielst, als bisher angenommen. „How Emotions Are Made” ist ein perfekter Lesestoff für alle, die eine Affinität für Neurowissenschaften haben.
7.„Maybe You Should Talk to Someone” von Lori Gottlieb
Lori Gottlieb ist beides: Ärztin und Patientin. An einem Tag hilft sie ihren Patient*innen in Los Angeles durch Lebenskrisen, am nächsten Tag sitzt sie bedingt durch eine Krise selbst beim Therapeuten. Gottlieb stellt fest: Die Fragen ihrer Patient*innen sind jetzt auch ihre Fragen. „Maybe You Should Talk to Someone” ist ein humorvolles Buch darüber, was es wirklich bedeutet, ein Mensch zu sein.
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Unterstützung für dein mentales Wohlbefinden
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