Sucht: PrÀventionstipps zur StÀrkung des Wohlbefindens

Niamh Pardi

Von Niamh Pardi

14 min

Das Leben bringt viele Herausforderungen mit sich, und Sucht gehört zu den schwierigsten, die es zu bewĂ€ltigen gilt. Trotz Fortschritten im modernen Gesundheitswesen bleibt Sucht eine komplexe und oft missverstandene Herausforderung. Ob Substanzkonsum oder Verhaltensmuster – sie kann die LebensqualitĂ€t, Beziehungen und das allgemeine Wohlbefinden erheblich beeintrĂ€chtigen.

Wie kannst du die Anzeichen von Sucht bei dir selbst oder bei jemandem, der dir wichtig ist, erkennen? Und welche Schritte kannst du unternehmen, um eine Suchtentwicklung zu verhindern? In diesem Artikel beleuchten wir die hÀufigen Anzeichen von Sucht und geben Tipps zur Verringerung von Suchtrisiken und zur StÀrkung deines Wohlbefindens.

Was ist eine Sucht?

Sucht ist ein langfristiger Zustand, der durch ein zwanghaftes Verlangen nach einer Substanz oder durch das wiederholte AusfĂŒhren einer AktivitĂ€t gekennzeichnet ist – selbst dann, wenn dies schĂ€dliche Folgen hat. Laut dem Bundesministerium fĂŒr Gesundheit sind rund 19 Millionen Erwachsene in Deutschland zwischen 18 und 64 Jahren von AbhĂ€ngigkeiten betroffen, vor allem von Tabak (11,6 Millionen) und Alkohol (1,6 Millionen). Zudem weisen etwa 2,9 Millionen Menschen einen problematischen Medikamentenkonsum auf, 1,3 Millionen einen problematischen Konsum von Cannabis und illegalen Drogen, und weitere 1,3 Millionen zeigen ein riskantes GlĂŒcksspielverhalten.

Es gibt zwei Hauptgruppen von Suchtarten:

SubstanzabhÀngigkeiten

SubstanzabhĂ€ngigkeit ist durch das wiederkehrende Verlangen gekennzeichnet, eine Substanz trotz schĂ€dlicher Folgen weiterhin zu konsumieren. Obwohl Substanzen wie Alkohol, Drogen und Tabak unterschiedlich sind, aktivieren sie alle stark das Belohnungssystem des Gehirns und erzeugen GefĂŒhle der Freude. Der Konsum dieser Substanzen kann zu Substanzgebrauchsstörungen fĂŒhren – aber nicht immer. Substanzgebrauchsstörungen können mild, moderat oder schwerwiegend sein, wobei AbhĂ€ngigkeit die schwerste Form darstellt.

SubstanzabhÀngigkeit beinhaltet den zwanghaften Konsum von Substanzen wie:

  • Alkohol
  • Cannabis
  • Opioide (sowohl verschreibungspflichtige als auch illegale)
  • Stimulantien (wie Kokain oder Amphetamine)
  • Tabak/Nikotin

VerhaltenssĂŒchte (Nicht-SubstanzabhĂ€ngigkeiten):

VerhaltenssĂŒchte oder nicht substanzgebundene AbhĂ€ngigkeiten sind eine Form der Sucht, wobei die betroffene Person trotz negativer Folgen fĂŒr das körperliche, mentale, soziale oder finanzielle Wohlbefinden den Drang verspĂŒrt, einem bestimmten Verhalten nachzugehen. VerhaltenssĂŒchte Ă€hneln SubstanzabhĂ€ngigkeiten, weil sie das Belohnungssystem im Gehirn anregen. Wie der bekannte Sucht-Experte Gabor MatĂ© erklĂ€rt: „Alle SĂŒchte – ob Substanzen oder Verhaltensweisen – nutzen die gleichen HirnkreislĂ€ufe und Hirnchemikalien.” Bei VerhaltenssĂŒchten ist die Person jedoch nicht von einer Substanz abhĂ€ngig, sondern vom Verhalten oder dem GefĂŒhl, das durch die Handlung ausgelöst wird. Zudem fehlen bei der Verhaltenssucht die körperlichen Symptome, die bei SubstanzabhĂ€ngigkeit auftreten.

Zu den VerhaltenssĂŒchten können folgende AktivitĂ€ten gehören:

  • GlĂŒcksspiele
  • Essen
  • Sport treiben oder DiĂ€ten machen
  • Einkaufen
  • LadendiebstĂ€hle oder andere riskante Verhaltensweisen
  • Sex

Was sind die Anzeichen fĂŒr eine Sucht?

Die Anzeichen fĂŒr eine Sucht sind von Person zu Person unterschiedlich und hĂ€ngen von der jeweiligen Substanz oder AktivitĂ€t ab. Im Allgemeinen gehören zu den Anzeichen:

  • Nicht aufhören können: Menschen können eine Substanz konsumieren oder ein schĂ€dliches Suchtverhalten an den Tag legen, obwohl sie damit aufhören wollen. Sie haben möglicherweise mehrfach versucht, den Substanzkonsum oder das Verhalten zu reduzieren.
  • Erhöhte Toleranz: Mit der Zeit braucht man möglicherweise mehr von der Substanz oder dem Verhalten, um die gleiche Euphorie wie frĂŒher zu erleben.
  • Intensive Fixierung auf die Substanz oder das Verhalten: Menschen, die unter einer Sucht leiden, konzentrieren sich stark auf die Substanz oder AktivitĂ€t. Es kann sich anfĂŒhlen, als wĂŒrde die Sucht ihr Leben bestimmen, da sie zunehmend mehr Zeit mit Verlangen und Gedanken daran verbringen.
  • Kontrollverlust: Das GefĂŒhl, den Drogenkonsum oder das Verhalten nicht mehr im Griff zu haben, ist weit verbreitet. Betroffene fĂŒhlen sich oft schuldig, niedergeschlagen und von ihrer Sucht und deren Auswirkungen ĂŒberwĂ€ltigt.
  • Persönliche Herausforderungen: Sucht beeinflusst oft alle Lebensbereiche, darunter das körperliche und mentale Wohlbefinden, Beziehungen und den Beruf. Menschen mit einer Sucht haben daher hĂ€ufig Probleme, ihren Pflichten bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause nachzukommen.

Was verursacht eine Sucht?

Sucht ist ein komplexer Zustand, der von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst wird.

In seinem Buch „Drogen: Die Geschichte eines langen Krieges” (Englische Titel: „Chasing the Scream”) beschreibt Johann Hari, dass „Sucht eine Anpassung“ an die Umwelt der einzelnen Person ist – geformt durch Ă€ußere UmstĂ€nde wie Trauma, Stress, Isolation oder fehlende UnterstĂŒtzung, die zusammen ein komplexes Netz in der Entstehung einer Sucht bilden. In eine Ă€hnliche Richtung geht die Arbeit von Gabor MatĂ©, der sich mit den Auswirkungen von frĂŒhem Stress oder negativen Erfahrungen befasst, die die Neurobiologie der Sucht im Gehirn direkt beeinflussen.

Ein wesentlicher Teil der Suchtentwicklung beruht auf VerĂ€nderungen in der Neurochemie (Gehirnchemie), da bestimmte Substanzen und Verhaltensweisen das Belohnungssystem des Gehirns beeinflussen und verĂ€ndern, was zur AusschĂŒttung eines GlĂŒckshormons namens Dopamin fĂŒhrt.

Obwohl ein gesunder Dopaminspiegel zu guter Laune und kognitiven Funktionen beitrĂ€gt, können unregelmĂ€ĂŸige Level einen ungesunden Drang hervorrufen, mehr VergnĂŒgen aus der Substanz oder dem Verhalten zu suchen und weniger aus gesĂŒnderen AktivitĂ€ten. Dies fĂŒhrt zu einem Kreislauf der Belohnungssuche, um einen Schub von GlĂŒckshormonen zu erhalten. Mit der Zeit verĂ€ndert die Substanz oder das Verhalten die Neurochemie, was zu einer Desensibilisierung fĂŒhrt – man benötigt mehr von der Substanz oder dem Verhalten, um den gleichen Effekt zu spĂŒren. In ihrem Buch „Die Dopamine Nation“ erklĂ€rt Dr. Anna Lembke diesen Effekt: „Mit anhaltender und wiederholter Exposition gegenĂŒber angenehmen Reizen sinkt unsere FĂ€higkeit, Schmerz zu ertragen, und unsere Schwelle fĂŒr das Erleben von Freude steigt.“

Verschiedene Faktoren tragen zur Suchtentwicklung bei, darunter:

  • Genetik: Studien zeigen, dass biologische Faktoren die AnfĂ€lligkeit fĂŒr eine Sucht deutlich erhöhen können. Wenn du eine nahe verwandte Person (biologische Geschwister oder Elternteil) mit einer Substanzmissbrauchsstörung hast, könnte dein Risiko, selbst eine Sucht zu entwickeln, erhöht sein. Diese genetische Veranlagung garantiert jedoch nicht, dass du eine Sucht entwickelst. Es gibt prĂ€ventive Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um dein Risiko zu minimieren, die wir spĂ€ter genauer betrachten werden.
  • Psychische Erkrankungen: Es gibt eine starke Verbindung zwischen Sucht und psychischen Erkrankungen wie Depressionen, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und bipolaren Störungen. Etwa die HĂ€lfte der Menschen mit einer psychischen Erkrankung entwickelt auch eine Substanzmissbrauchsstörung und umgekehrt.
  • Soziale Faktoren: Der Zugang zu Substanzen in deinem sozialen Umfeld ist ein besonders bedeutender Risikofaktor. Ein erhöhtes Risiko fĂŒr Substanzkonsum besteht, wenn Personen im eigenen Haushalt oder im Freundeskreis ebenfalls Suchtmittel konsumieren. Auch die Verschreibung von Medikamenten, die missbraucht werden können, wie Opioide oder Stimulanzien, trĂ€gt dazu bei. Auch Trauma und Stress in den frĂŒhen Entwicklungsjahren, bekannt als belastende Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences, ACEs), können eine wesentliche Rolle spielen.

📝 SuchtprĂ€vention: Tipps zur StĂ€rkung des Wohlbefindens

Wie bereits erwĂ€hnt, tragen viele komplexe Faktoren zur Entstehung einer Sucht bei. Auch wenn es keine universelle Lösung zur PrĂ€vention gibt, kannst du durch proaktive Maßnahmen dein Wohlbefinden stĂ€rken und dein Risiko, eine Sucht zu entwickeln, deutlich senken.

1. Entwicklung emotionaler SelbstregulationsfÀhigkeiten

Unsere Emotionen beeinflussen oft unser Handeln, unsere Entscheidungen und unser Verhalten, und diese Verbindung ist besonders bei Suchtverhalten offensichtlich. Die Entwicklung emotionaler Selbstregulation – also die FĂ€higkeit, Gedanken, Emotionen und Handlungen zu verĂ€ndern oder zu kontrollieren – ist ein wichtiges PrĂ€ventionsmittel. Um stĂ€rkere SelbstregulationsfĂ€higkeiten zu entwickeln, ist konsequente Übung unerlĂ€sslich. Wir empfehlen, mit einer Achtsamkeitstechnik wie der RAIN-Methode zu beginnen, um mit starken Emotionen umzugehen. Weitere Achtsamkeitstechniken findest du hier. Denk daran, dass du möglicherweise verschiedene Methoden ausprobieren musst, um herauszufinden, was fĂŒr dich am besten funktioniert.

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2. Stress bewÀltigen

Der effektive Umgang mit Stress ist eine wichtige prĂ€ventive Maßnahme gegen Sucht, da chronischer oder unkontrollierter Stress oft zu ungesunden BewĂ€ltigungsmechanismen fĂŒhren kann. Um Stress effektiv zu bewĂ€ltigen, solltest du regelmĂ€ĂŸige Selbst-Check-Ins durchfĂŒhren, um ein besseres GespĂŒr fĂŒr deinen Körper zu entwickeln und AtemĂŒbungen machen, um dein Nervensystem zu beruhigen. Finde AktivitĂ€ten, die dich wieder mit Energie aufladen, wie SpaziergĂ€nge in der Natur oder kreative Hobbys. Und denke daran, mit einem*r Expert*innen zu sprechen, wenn du Schwierigkeiten hast, mit deinem Stress umzugehen.

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3. StÀrke deine Resilienz

Das Suchtpotenzial steigt erheblich in Zeiten von Stress und VerĂ€nderungen, weshalb Resilienz – der Prozess, sich erfolgreich an herausfordernde Lebenserfahrungen anzupassen – so wichtig ist. Resilienz bedeutet nicht, stĂ€ndig glĂŒcklich zu sein oder von schwierigen Zeiten unberĂŒhrt zu bleiben. Im Gegenteil, sie basiert auf dem zentralen Glauben, dass man diese schwierigen Zeiten ĂŒberstehen wird, was das Selbstvertrauen stĂ€rken kann. Resilienz aufzubauen bedeutet, eine WachstumsmentalitĂ€t zu entwickeln, sich seinen Ängsten zu stellen und sich auf das zu konzentrieren, was man selbst kontrollieren kann.

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4. Fokus auf gesunde tÀgliche Gewohnheiten

Das Minimieren potenzieller Auslöser fĂŒr Sucht und das Ersetzen durch gesĂŒndere Gewohnheiten ist eine sehr effektive PrĂ€ventionsmethode. Dieser Ansatz basiert auf dem Konzept der Synapseneliminierung. Dabei stĂ€rkt das Gehirn hĂ€ufig genutzte Verbindungen und löscht selten genutzte Verbindungen, was eine wichtige Rolle bei der Bildung von Gewohnheiten spielt. Wenn du regelmĂ€ĂŸig gesunde Gewohnheiten praktizierst, verfestigt dein Gehirn diese Verhaltensweisen, wodurch sie zunehmend automatisch ablaufen.

âžĄïž Beispiel: Wenn du jeden Abend Wein trinkst, stĂ€rkt dein Gehirn diese neuronalen Verbindungen, was die Gewohnheit schwerer macht zu durchbrechen. Umgekehrt, wenn du stattdessen jeden Abend eine FĂ€higkeit wie das Spielen eines Instruments ĂŒbst, wird dein Gehirn diese positiven Verhaltensweisen verfestigen.

Ein weiteres Hilfsmittel ist das Habit Stacking („Gewohnheiten stapeln”), bei dem du eine neue, gesunde Gewohnheit mit einer bereits bestehenden kombinierst. Habit Stacking ist eine effektive Strategie, um neue Gewohnheiten zu etablieren, da es auf den bereits vorhandenen neuronalen Netzwerken im Gehirn aufbaut.

âžĄïž Beispiel: Wenn du bereits eine Morgenroutine hast, die das Kaffeekochen beinhaltet, kannst du eine neue Gewohnheit hinzufĂŒgen, wie etwa fĂŒnf Minuten zu meditieren, nachdem du dir den Kaffee eingeschenkt hast. Diese Methode nutzt die bereits starken neuronalen Verbindungen deiner bestehenden Gewohnheit, wodurch es leichter wird, neue, gesĂŒndere Verhaltensweisen zu integrieren und beizubehalten.

5. Lerne deine Familiengeschichte kennen

Wir haben zuvor schon erlĂ€utert, dass du, wenn du eine Familiengeschichte mit Substanzmissbrauchsstörungen oder VerhaltenssĂŒchten hast, anfĂ€lliger sein könntest. Allerdings bestimmen deine Gene nicht vollstĂ€ndig dein Schicksal, und es gibt prĂ€ventive Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um dein Risiko zu senken. Sammle so viele Informationen wie möglich ĂŒber Suchtverhalten in deiner Familie. Da dieses Thema sensibel ist, ziehe in Betracht, dich an eine Fachkraft oder nahestehende Personen zu wenden, um Rat zu erhalten. Und denk daran: Wenn du durch ein Familienmitglied mit indirektem Suchtverhalten konfrontiert wurdest, ist es sehr empfehlenswert, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit schwierigen Emotionen umzugehen.

Sucht: So kannst du MitgefĂŒhl & UnterstĂŒtzung bieten

MitgefĂŒhl fĂŒr einen geliebten Menschen im Umgang mit Sucht zu zeigen, kann ein transformierender Schritt sein – einer, der Hoffnung und Heilung bringt.

Im Folgenden findest du einige praktische Tipps, um einen geliebten Menschen einfĂŒhlsam durch die Sucht zu unterstĂŒtzen. Wenn du derzeit mit Herausforderungen im Zusammenhang mit Sucht kĂ€mpfst, kannst du diese Tipps auch auf dich selbst anwenden.

  • Melde dich lieber frĂŒher als spĂ€ter: Je frĂŒher eine Person eine Suchtbehandlung erhĂ€lt, desto besser. Teile deine Bedenken mit und hilf deinem geliebten Menschen, so schnell wie möglich die richtige Behandlung oder UnterstĂŒtzung zu finden.
  • Biete UnterstĂŒtzung an: Sucht kann oft extrem isolierend sein, weshalb es wichtig ist, fĂŒr die betroffene Person da zu sein. Allein schon zu signalisieren, dass du bereit bist zuzuhören und Zeit miteinander zu verbringen, kann einen sehr positiven Einfluss haben. Denk daran, dass die UnterstĂŒtzung deines geliebten Menschen nicht bedeutet, seine Sucht zu fördern. Dies erfordert eine feine Balance zwischen Freundlichkeit und klaren Grenzen, die deinen Wunsch widerspiegeln, dass sie ihre Sucht ĂŒberwinden.
  • Sei geduldig: Erwarte nicht, dass ein einziges GesprĂ€ch oder eine Handlung die Sucht behebt. Substanzmissbrauchsstörungen und VerhaltenssĂŒchte sind Ă€ußerst komplex, und es gibt kein schnelles Heilmittel, um sie zu ĂŒberwinden. Sei geduldig und erkenne jeden Fortschritt oder Erfolg an – egal wie klein er auch sein mag.
  • KĂŒmmere dich um dich selbst: Die Freunde und Familienmitglieder von Menschen mit einer Sucht fĂŒhlen oft Stress, Trauer und Isolation. Es ist wichtig, auf dein mentales Wohlbefinden zu achten und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn du mit schwierigen Emotionen kĂ€mpfst. Überlege auch, einer Selbsthilfegruppe beizutreten.

Das VerstĂ€ndnis und der Umgang mit Sucht erfordert einen einfĂŒhlsamen und informierten Ansatz. Zu erkennen, dass Sucht oft eine Reaktion auf Umweltfaktoren und emotionalen Schmerz ist, kann dir helfen, MitgefĂŒhl fĂŒr dich selbst und andere zu entwickeln. Wenn du nach zusĂ€tzlicher UnterstĂŒtzung suchst, buche eine 1:1 Sitzung mit einem*r Expert*in.

ZusĂ€tzliche Anlaufstellen zur UnterstĂŒtzung:

  • Deutsche Hauptstelle fĂŒr Drogenfragen (DHS): Die Suchthilfe in Deutschland bietet fĂŒr Menschen mit Suchtproblemen umfassende UnterstĂŒtzung an. GrundsĂ€tzlich sind diese Hilfen fĂŒr alle Betroffenen verfĂŒgbar. Teilweise handelt es sich um kostenfreie und offene Angebote, beispielsweise: Suchtberatung, PrĂ€vention, Selbsthilfe
  • Narcotics Anonymus: Narcotics Anonymus ist eine Selbsthilfegruppe fĂŒr MĂ€nner und Frauen, fĂŒr die Drogen und Medikamente zum Hauptproblem geworden sind. Es kostet nichts, zu Narcotics Anonymus zu gehören. Die einzige Voraussetzung fĂŒr die Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit Drogen aufzuhören.
  • Sucht und Drogen Hotline: Die Sucht und Drogen Hotline bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen fĂŒr Menschen mit Suchtproblemen, deren Angehörige, Freund/-innen oder Kolleg/-innen. Telefonnummer: 01806 313031