Umgang mit Stress am Arbeitsplatz: Praktische Tipps einer Psychologin

Paula Fenker

Von Paula Fenker Überprüft von Psycholog*in Britt Slief

4 min

Stress am Arbeitsplatz kann sich schwer anfühlen, aber er kann auch nützlich sein. Wenn du ihn richtig nutzt, kann dir Stress die Energie geben und dir dabei helfen, mehr zu schaffen.

Während über 80% der Arbeitnehmer*innen berichten, dass sie Arbeitsstress erleben, kann das Erkennen seiner potenziellen Vorteile ihn in eine treibende Kraft verwandeln (Workplace Stress – 2025). Glücklicherweise gibt es bewährte Methoden, um Arbeitsstress zu reduzieren und das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Dieser Artikel teilt praktische Wege mit dir, um mit Stress am Arbeitsplatz umzugehen. Du findest Tipps, die dir helfen, dich zu fokussieren, weniger müde zu fühlen und eine bessere Balance zwischen Arbeit und Leben zu behalten.

Du findest auch zusätzliche Einblicke von der Psychologin Britt Slief von OpenUp.

Schnelle Tipps zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz

Stell dir vor, du sitzt an deinem Schreibtisch, die Uhr tickt immer näher auf deine Deadline zu. E-Mail-Benachrichtigungen pingen unaufhörlich, und dein Handy vibriert mit noch einer weiteren Nachricht aus deinem Team-Chat. Dein Herz rast und dein Stresslevel beginnt zu steigen. 

Probiere diese stressreduzierenden Techniken aus, um dir zu helfen, ruhiger und fokussierter zu werden.

1. Mach Pausen, um neue Energie zu tanken

Pausen zu machen während deines Arbeitstages kann dir helfen, weniger müde zu werden und dir mehr zu geben. Eine Studie von Albulescu et al., 2022 fand heraus, dass je länger die Pause, desto größer die Verbesserung der Leistung. Probiere einen kurzen Spaziergang, mach Tee oder schau aus dem Fenster. Diese Pausen sind gut für dich und deine Arbeit.

Britt Slief, Psychologin bei OpenUp:

„Leute denken oft, dass Pausen Zeitverschwendung sind, aber sie verbessern tatsächlich deinen Fokus und deine Leistung.“

2. Probiere Atemübungen oder Mini-Meditationen aus

Ein paar Minuten langsames, tiefes Atmen kann dir helfen zu entspannen (Blandini et al., 2027). Probiere die Box-Atmung: Atme vier Sekunden ein, halte vier Sekunden an, atme vier Sekunden aus und halte vier Sekunden an. Mache das eine Minute lang und schau, wie du dich fühlst. Das kann schnell Anspannung lösen. Wenn du es oft machst, wird es leichter, ruhig zu bleiben.

Eine Person sitzt im Schneidersitz und meditiert vor einem Schreibtisch mit Büchern, einer Tasse, einer Pflanze und einem Gymnastikball. Ein aufgeklappter Laptop liegt in der Nähe auf dem Boden. Der Hintergrund ist hell und minimalistisch.

3. Bewege dich während deines Arbeitstages

Deinen Körper zu bewegen hilft dir, Stress loszulassen. Selbst fünf Minuten Gehen oder Dehnen können helfen. Versuche, dich jede Stunde ein bisschen zu bewegen. Du kannst dir ein kleines Ziel setzen, wie deine Schritte vor dem Mittagessen zu zählen, um motiviert zu bleiben.

4. Stelle dir eine ruhige Szene vor

Schließe deine Augen und stelle dir einen friedlichen Ort vor, vielleicht einen ruhigen Wald, wo der erdige Duft von Kiefern die Luft erfüllt, oder einen ruhigen Strand mit dem Geräusch sanfter Wellen, die ans Ufer plätschern. Spüre die Wärme der Sonne auf deiner Haut und die kühle Brise, die dein Gesicht streichelt. Konzentriere dich auf diese sinnlichen Details. Das Visualisieren solcher ruhigen Szenen hilft deinem Körper und Geist, schnell zu entspannen (Tusek & L., n.d.)

5. Höre beruhigende Musik

Das Hören von sanfter Musik oder Naturgeräuschen kann dir helfen, weniger gestresst zu sein (Labbé et al., 2007.). Erstelle eine Playlist, die du verwenden kannst, wenn du dich beruhigen musst.

6. Verbringe Zeit mit deiner Lieblingsaktivität

Mache etwas, das dir Freude bringt, wie Kochen, Lesen oder die Planung deiner nächsten Mahlzeit. Freudige Momente helfen dir, neue Energie zu tanken und deine Stimmung zu verbessern.

Britt schlägt vor:

„Erstelle eine Liste der Dinge, die dir Energie geben. Wenn du dich überfordert oder müde fühlst, wähle eine aus und nimm dir Zeit dafür.“

👉 Zusammenfassung: Mache kurze Pausen, atme tief, bewege deinen Körper, stelle dir eine ruhige Szene vor, höre Musik und nimm dir Zeit für das, was du liebst. Diese kleinen Handlungen helfen dir, Stress zu lindern und deinen Fokus während des Arbeitstages zu verbessern.

Langfristige Gewohnheiten für den Umgang mit Stress am Arbeitsplatz

Gute Routinen helfen dir, mit Stress umzugehen und dein psychisches Wohlbefinden zu unterstützen.

1. Bleibe körperlich aktiv

Sport senkt Stress und hilft dir, dich besser zu fühlen. Gehen, Yoga oder Radfahren sind alle gute Optionen. Wenn du beschäftigt bist, hilft auch ein kurzer Spaziergang beim Mittagessen.

2. Schlafe genug und erhole dich gut

Wenn du nicht genug Schlaf bekommst, fühlt sich Stress schlimmer an (Minkel et al., 2014). Behandle Schlaf als eine Fähigkeit, die du verbessern kannst. Probiere eine Entspannungsroutine aus und strebe 7 bis 9 Stunden jede Nacht an. Vermeide Bildschirme vor dem Schlafengehen, um dir beim Ausruhen zu helfen.

Britt ergänzt:

„Eine schlechte Nacht kann kleine Probleme groß erscheinen lassen. Gute Ruhe hilft deinem Gehirn und Körper, sich zu erholen, damit du dich am nächsten Tag besser konzentrieren kannst.“

3. Ernähre dich gesund

Mehr Gemüse, Obst und gesunde Fette zu essen hilft, deine Energie stabil zu halten (Radavelli-Bagatini & Simone, 2021). Versuche, nicht zu viel Zucker zu essen, wenn du gestresst bist. Gesundes Essen ist gut für deinen Körper und Geist (Radkhah et al., 2023).

4. Nimm dir Zeit zum Aufladen (und verhindere Burnout)

Nutze Wochenenden und Urlaub zum Ausruhen. Nimm dir jeden Tag Zeit zum Entspannen, auch wenn es nur ein kurzer Spaziergang oder Nichtstun ist. Ruhe und erholsamer Schlaf helfen dir, langfristig mit Stress umzugehen.

Britt erinnert uns:

„Viele Menschen füllen ihre Freizeit mit Verpflichtungen. Echte Ruhe bedeutet auch, nichts zu tun, und das ist okay.“

5. Verbessere dein Zeitmanagement

Ein voller Terminplan kann dich gestresster fühlen lassen. Konzentriere dich auf das Wichtigste und Dringendste. Teile große Aufgaben in kleinere Schritte auf, um sie einfacher zu machen.

Außerdem solltest du die Kraft des Neinsagens nutzen, indem du jedes „Nein“ mit einem höheren Wert verknüpfst, wie Familienzeit oder persönliche Gesundheit. „Nein“ als „Ja sagen zu dem, was wirklich zählt“ zu sehen, kann Grenzen setzen zielgerichtet statt defensiv erscheinen lassen.

Denke daran: Stress ist oft stressiger als die Arbeitsbelastung selbst.

„Es ist nicht immer die Menge der Arbeit, es ist das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, das Stress verursacht.“

👉 Zusammenfassung: Mehr Bewegung, guter Schlaf, gesunde Ernährung und Zeitmanagement helfen dir alle dabei, langfristig mit Stress bei der Arbeit umzugehen.

Deine Denkweise ändern, um mit Arbeitsstress umzugehen

Wie du über die Arbeit denkst, verändert, wie viel Stress du empfindest. Diese Tipps können dir helfen, effektiver mit Stress umzugehen.

Ein Cartoon-Gehirn mit geschlossenen Augen lächelt, hält eine Gießkanne und gießt rosa Blüten, die aus seiner Spitze sprießen. Das Gehirn trägt grüne Stiefel und steht vor einem hellen Hintergrund.

1. Praktiziere Achtsamkeit

Achtsamkeit hilft dir, präsent zu bleiben ohne zu urteilen. Schon 5–10 Minuten pro Tag können Arbeitsplatz-Angst reduzieren und den Fokus erhöhen (Schellinger & Wexler, 2023).

Britt teilt mit:

„Achtsamkeit hat viele Formen, Atmen, deine Sinne nutzen oder ein kurzes Selbst-Check-in. Erkunde, was am besten für dich funktioniert.“

2. Negative Gedanken neu bewerten

Versuche, Stress auf eine positivere oder realistischere Weise zu sehen. Fehler können dir helfen zu lernen.

Britt erinnert uns:

„Anstatt zu sagen ‚Ich bin schlecht in meinem Job‘, versuche ‚diese Aufgabe ist herausfordernd, aber ich kann lernen.'“

3. Praktiziere Dankbarkeit

Schreibe jeden Tag drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das hilft dir, dich auf das Gute zu konzentrieren und dich besser zu fühlen. Ein einfacher Weg, ein positiverer Mensch zu sein

4. Nutze positive Selbstgespräche und Mitgefühl

Sei freundlich zu dir selbst. Tausche harte Gedanken gegen ermutigende aus. Selbstmitgefühl hilft dir, besser mit Stress umzugehen.

5. Schreibe deine Gedanken in ein Tagebuch

Schreiben kann dir helfen, deine Gedanken und Gefühle zu sortieren.

Britt teilt einen hilfreichen Tipp für den Einstieg ins Tagebuch schreiben:

Versuche über folgendes zu reflektieren: „Was war heute der stressigste Moment und was hat mir geholfen, damit umzugehen?“

👉 Zusammenfassung: Achtsamkeit, Dankbarkeit, Tagebuch schreiben und freundlich zu dir selbst zu sein helfen dir alle dabei, mit Stress umzugehen und fokussiert zu bleiben.

Work-Life-Balance: Grenzen setzen, um Arbeitsstress zu reduzieren

Mit Homeoffice und vielen Benachrichtigungen ist das Setzen von Grenzen wichtig, um deinen Stress zu senken und gesund zu bleiben.

1. Definiere klare Arbeitszeiten

Beende deinen Arbeitstag bewusst. Klappe deinen Laptop zu, räume deinen Schreibtisch auf oder mache einen Spaziergang. Diese Gewohnheiten helfen dir, von der Arbeit abzuschalten. Sogar etwas so Einfaches wie dir selbst am Ende deines Arbeitstages zu sagen „Ich bin fertig“, kann helfen.

Britt teilt mit:

„Eine klare Feierabend-Routine hilft deinem Gehirn, von der Arbeit zur Ruhe überzugehen.“

2. Begrenze digitale Ablenkungen

Schaue Nachrichten und E-Mails zu bestimmten Zeiten an. Schalte zusätzliche Benachrichtigungen aus, damit du dich konzentrieren und weniger überfordert fühlen kannst.

3. Schaffe einen unterstützenden Arbeitsplatz

Ein komfortabler Arbeitsplatz hilft dir, dich besser zu fühlen und gut zu arbeiten. Passe deinen Stuhl, die Beleuchtung und den Schreibtisch an deine Bedürfnisse an.

4. Bleibe sozial verbunden

Homeoffice kann sich einsam anfühlen (Arnett, 2022). Dir Zeit zu nehmen, mit Freund*innen oder Kolleg*innen zu sprechen, kann dir helfen, dich sozial verbunden zu fühlen und Stress zu bekämpfen.

Britt ergänzt:

„Ich sehe viele Menschen, die sich beim Online-Arbeiten isoliert fühlen. Ein kurzes Gespräch mit einer*m Kolleg*in kann einen großen Unterschied machen.“

👉 Zusammenfassung: Grenzen setzen, digitale Ablenkungen begrenzen und in Kontakt mit anderen zu bleiben helfen dir, Arbeit und Leben zu balancieren und deine Gesundheit zu schützen.

Wie Unterstützung dir helfen kann, Stress bei der Arbeit zu bewältigen

Du musst nicht allein mit Arbeitsstress umgehen. Um Hilfe zu bitten ist ein Zeichen von Stärke.

1. Sprich mit deiner*m Vorgesetzten oder der Personalabteilung

Sprich über deine Arbeitsbelastung und was am wichtigsten ist. Pläne oder Erwartungen zu ändern kann helfen, Stress zu senken.

2. Nutze betriebliche Gesundheitsprogramme

Viele Arbeitsplätze bieten Coaching, Workshops oder Beratung an. Diese zu nutzen kann deiner psychischen Gesundheit helfen.

3. Baue ein Unterstützungsnetzwerk auf

Kolleg*innen, Freund*innen und Familie können dich unterstützen und dir helfen, die Dinge klarer zu sehen, wenn du gestresst bist.

4. Suche professionelle Hilfe

Wenn Stress Angst, schlechten Schlaf oder schlechte Stimmung verursacht, sprich mit einer*m Psycholog*in. Studien zeigen, dass Techniken wie KVT effektiv sind, um Arbeitsstress zu reduzieren (Catapano et al., 2023). Frühe Hilfe zu bekommen macht die Erholung einfacher.

Eine Frau sitzt auf einem Bett und benutzt einen Laptop, sie wirkt engagiert. In der Ecke zeigt ein Einschub einen lächelnden Mann, was darauf hindeutet, dass sie einen Videoanruf führen.

Britt erinnert uns:

„Warte nicht, bis Stress zu viel wird, frühe Unterstützung macht wirklich einen großen Unterschied.“

👉 Zusammenfassung: Sprich mit deiner*m Vorgesetzten, nutze Unterstützung bei der Arbeit und suche Hilfe, wenn du sie brauchst. Du musst Stress nicht allein bewältigen.

Abschließende Gedanken

Gegen Stress bei der Arbeit anzugehen bedeutet kleine, stetige Schritte zu machen. Nutze schnelle Lösungen und baue gute Gewohnheiten für dauerhafte Balance auf. Überlege dir, ein einfaches Protokoll oder Tagebuch zu führen, um deinen Fortschritt zu verfolgen. Das kann dir nicht nur dabei helfen, motiviert zu bleiben, sondern ermöglicht es dir auch, die Vorteile deiner stressreduzierenden Bemühungen im Laufe der Zeit zu sehen.

👉 Fühlst du dich gestresst bei der Arbeit?

Ein*e OpenUp-Psycholog*in kann dir helfen, Stress zu bewältigen und Ruhe zu finden.

FAQs zum Umgang mit Stress am Arbeitsplatz

Was hilft gegen Stress am Arbeitsplatz?

Kurze Pausen, regelmäßige Bewegung und Achtsamkeitspraktiken sind einige der effektivsten Wege, um Arbeitsstress zu reduzieren. Versuche, Mikropausen und Atemübungen in deinen Arbeitstag einzubauen, um Energie und Fokus wiederherzustellen. Klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu setzen hilft auch dabei, konstanten Druck zu verhindern. Wenn du dich überfordert fühlst, gehe von deinem Schreibtisch weg, atme tief durch und gib dir ein paar Minuten zum Zurücksetzen.

Wie kannst du Stress bei der Arbeit bewältigen?

Effektives Stressmanagement bei der Arbeit beginnt mit Organisation und offener Kommunikation. Priorisiere Aufgaben und teile große Projekte in kleinere, handhabbare Schritte auf, um Überforderung zu vermeiden. Sprich offen mit deiner*m Vorgesetzten oder Kolleg*innen über deine Arbeitsbelastung und Erwartungen. Kombiniere gutes Zeitmanagement mit gesunden Gewohnheiten wie Bewegung, angemessenen Pausen und Selbstreflexion, um dein psychisches Wohlbefinden stabil zu halten.

Wie kannst du schnell Stress bei der Arbeit lindern?

Wenn du merkst, dass sich Stresszeichen aufbauen, konzentriere dich auf schnelle Erholungstechniken. Probiere tiefe Atemübungen aus, um dein Nervensystem zu beruhigen, mache einen kurzen Spaziergang oder höre beruhigende Musik. Dich körperlich von deinem Arbeitsplatz zu entfernen hilft deinem Körper, Spannung zu lösen und deinem Geist, Klarheit zurückzugewinnen. Sogar kleine Handlungen können den Stresskreislauf unterbrechen und dich zurück ins Gleichgewicht bringen.

Wie kann ich mich vor langfristigem Arbeitsstress schützen?

Langfristigen Stress zu verhindern erfordert nachhaltige Routinen aufzubauen, die sowohl die körperliche als auch geistige Gesundheit unterstützen. Konzentriere dich auf regelmäßige körperliche Aktivität, beständigen Schlaf und eine gesunde Ernährung, um stabile Energieniveaus zu erhalten. Nimm dir Zeit für Erholung, soziale Verbindungen und Reflexion, damit sich Stress nicht über die Zeit ansammelt. Wenn du lernst, frühe Stresszeichen zu erkennen, kannst du schneller handeln und dein Wohlbefinden langfristig schützen.

Wie kann ich diese stressreduzierenden Gewohnheiten in einen vollen Arbeitstag mit aufeinanderfolgenden Meetings integrieren?

Integriere kleine Erholungsmomente in die Übergänge zwischen Meetings. Probiere einminütige Atemübungen vor deinem nächsten Anruf, stehe auf und dehne dich, während du an einem Video-Meeting teilnimmst, oder mache einen kurzen Spaziergang, während du einer reinen Audio-Session zuhörst. Plane fünfminütige Puffer in deinen Kalender, um dich zurückzusetzen. Beständigkeit ist wichtiger als Dauer – sogar Mikropausen helfen dabei, Stress daran zu hindern, sich aufzubauen.

Was ist, wenn meine Arbeitsplatzkultur Pausen oder das Setzen von Grenzen entmutigt?

Beginne damit, ein persönliches Beispiel zu setzen und die Wissenschaft hinter Erholung und Produktivität zu teilen. Rahme Grenzen nicht als Vermeidung, sondern als Strategien für bessere Leistung. Du kannst auch kleine kulturelle Veränderungen einführen, wie Walking Meetings oder ‚Fokus-Stunden‘ vorzuschlagen, die Wohlbefinden zu einem gemeinsamen Ziel statt einer persönlichen Vorliebe machen. Kleine Schritte inspirieren oft andere dazu, zu folgen.

Gibt es spezifische Strategien für das Stressmanagement, die einzigartig für Remote- oder Hybrid-Arbeitsumgebungen sind?

Remote-Arbeit verwischt die Grenze zwischen Zuhause und Arbeit, daher ist bewusste Struktur der Schlüssel. Setze eine klare Start- und Endzeit für deinen Arbeitstag, schaffe einen dedizierten Arbeitsplatz und plane soziale Check-ins mit Kolleg*innen. Regelmäßige videofreie Pausen reduzieren Bildschirmermüdung. Kleine Rituale aufzubauen, wie deinen Schreibtisch aufzuräumen oder nach draußen zu gehen, hilft deinem Gehirn, zwischen Rollen zu wechseln und Burnout zu verhindern.

Wie können Führungskräfte ihre Teams dabei unterstützen, diese Stressmanagement-Praktiken zu übernehmen?

Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung gesunder Arbeitsplatz-Gewohnheiten. Ermutige Teammitglieder*innen, Pausen zu machen, flexible Arbeitszeiten zu nutzen und offen über die Arbeitsbelastung zu sprechen. Erkenne Anstrengung an, nicht nur Ergebnisse, und modelliere Balance selbst, zum Beispiel indem du pünktlich den Computer ausschaltest oder Walking Meetings machst. Offene Gespräche über psychische Gesundheit normalisieren Stressmanagement und fördern eine Kultur des Vertrauens.

Was sind einige Wege, um motiviert zu bleiben und diese Gewohnheiten langfristig beizubehalten?

Beständigkeit baut Widerstandsfähigkeit auf. Verfolge deine Gewohnheiten wöchentlich, feiere kleine Erfolge und erinnere dich daran, warum du angefangen hast – um den Fokus zu verbessern, die Stimmung zu steigern und mehr Energie zu bekommen. Koppele neue Gewohnheiten an bestehende Routinen (wie Dehnen vor dem Morgenkaffee), um sie automatisch zu machen. Wenn du einen Tag verpasst, starte ohne Schuldgefühle neu; Fortschritt, nicht Perfektion, hält die Gewohnheit am Leben.